PROAKTIV VERTRAULICH KOSTENFREI

Die Interventionsstelle (IST) arbeitet vorrangig nach dem so genannten pro-aktiven Ansatz. D.h. wenn wegen Gewalt ein Polizeieinsatz statt gefunden hat, übermittelt die Polizei bei Einverständnis der Frau deren Adresse und Telefonnummer an die Beratungsstelle.

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Die Interventionsstelle Trier (IST), in Trägerschaft von „S.I.E. – Solidarität, Intervention, Engagement für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen e.V.“, besteht seit November 2004 als fester Baustein innerhalb des Hilfesystems bestehend aus u.a. Polizei, Justiz, Frauenhaus, Frauennotruf, Jugendamt und anderen psychosozialen Beratungsstellen.

Die IST bietet Krisenintervention, Kurzzeit-Beratung und Information für Frauen an, die von Gewalt in engen sozialen Beziehungen (GesB) in Form von psychischer, physischer, sexualisierter und/oder sozioökonomischer Gewalt betroffen sind.

Die Interventionsstelle ist die einzige Beratungsstelle in ihrem Zuständigkeitsbereich, die mit einem pro-aktiven Ansatz arbeitet. Nach einem Einsatz der Polizei in Folge von GesB wird, das Einverständnis der Frau vorausgesetzt, die Adresse und Telefonnummer der betroffenen Frau per Fax an die Interventionsstelle weitergegeben. Die Mitarbeiterinnen nehmen dann ihrerseits Kontakt zu der Frau auf. Dieser Erstkontakt erfolgt in der Regel telefonisch. Er findet möglichst zeitnah zum Polizeieinsatz statt, um die Tage einer geltenden polizeilichen Verfügung für die Planung und Durchführung weiterer Schritte nutzen zu können. Von GesB betroffene Frauen können sich auch direkt an die Interventionsstelle wenden, bzw. werden von anderen Institutionen an diese vermittelt.

Aufgaben
  • Erste psychosoziale Beratung und Krisenintervention; Beratungen finden in der Regel telefonisch oder in den Räumen der IST statt;
  • Informationen über individuelle und rechtliche Schutzmaßnahmen, v.a. auf der Grundlage des Gewaltschutzgesetzes (GewSchG);
  • Weitervermittelung an andere Institutionen im Hilfesystem wie z.B. andere Beratungsstellen und Hilfeeinrichtungen;
  • Kooperation und Vernetzung mit beteiligten Institutionen, v.a. der Polizei;
  • Dokumentation der eigenen Tätigkeit in Form von Jahresberichten.
Arbeitsgrundsätze

Dem Grundsatz der individuellen Selbstbestimmung der Frau wird auch bei einem pro-aktiven Ansatz entsprochen, da die Frau selbst entscheidet, welche weiteren Schritte sie unternehmen möchte. Das Beratungsangebot orientiert sich an den Interessen und der Situation der betroffenen Frauen.

  • Herkunft, Alter, Familienstand, sozioökonomischer Status und sexuelle Orientierung der Frauen spielen keine Rolle.
  • Die Einrichtung arbeitet parteilich für die betroffenen Frauen, im Sinne einer eindeutigen Parteinahme für die Frauen und die Durchsetzung ihrer Interessen.
  • Die Interventionsstelle bietet Hilfe zur Selbsthilfe an. Anliegen ist es, im Sinne eines Empowerment, die betroffenen Frauen in ihrer Autonomie zu fördern. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass die Frauen aufgrund ihrer traumatisierenden Erfahrungen psychosoziale Beratung und Unterstützung benötigen.
Einzugsgebiet

Der Zuständigkeitsbereich der IST Trier umfasst den Bereich der Polizeidirektion (PD) Trier mit Ausnahme der Polizeiinspektion Idar-Oberstein. Die PD Trier ist für rund 330.000 Menschen zuständig. Diese umfasst die Stadt Trier sowie die Landkreise Trier-Saarburg und Birkenfeld sowie Teile des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Zur Polizeidirektion Trier zählen die Polizeiinspektionen (PI) Trier, Saarburg mit der Polizeiwache (PW) Konz, Schweich, Hermeskeil, Morbach, Baumholder und Birkenfeld. Auch die Kommissariate Gewalt gegen Frauen und Kinder/Sexualdelikte (Kriminalinspektion, K2) Trier und Idar-Oberstein können betroffene Frauen an die Interventionsstelle melden.

Finanzierung

Die Interventionsstelle Trier wird durch einen Zuschuss des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung des Landes Rheinland-Pfalz finanziert und arbeitet im Auftrag des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen in Rheinland-Pfalz. Der Landeszuschuss ist nicht kostendeckend, so dass jedes Jahr weitere Mittel akquiriert werden müssen. Seit Bestehen der Interventionsstelle beteiligt sich auch die Stadt Trier an den Kosten. Zudem erhält die Interventionsstelle einen Zuschuss durch den Landkreis Trier-Saarburg. Darüber hinaus ist die Interventionsstelle auf die Zuweisung von Geldbußen und Spenden dringend angewiesen.

Geschichte

Die Interventionsstelle Trier besteht seit November 2004 und war nach den ISTen Mainz, Westerburg und Kaiserslautern die vierte Interventionsstelle, die in Rheinland-Pfalz eingerichtet wurde. Wie alle rheinland-pfälzischen Interventionsstellen arbeitet die IST Trier nach der Rahmenkonzeption der Interventionsstellen des rheinland-pfälzischen Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen - RIGG.  So hat die IST Trier gemeinsam mit den Interventionsstellen Mainz, Westerburg, Kaiserslautern wichtige Pionierarbeit im Bereich der pro-aktiven Krisenintervention bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen in Rheinland-Pfalz geleistet.

Fachkreis der rheinland-pfälzischen Interventionsstellen

Der Fachkreis der rheinland-pfälzischen Interventionsstellen ist ein Zusammenschluss von Interventionsstellen, die nach den Vorgaben der Rahmenkonzeption für Interventionsstellen des rheinland-pfälzischen Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen - RIGG arbeiten und sich an den bundesweiten Standards für Interventionsarbeit orientieren. Sie sind spezialisierte Beratungs- und Koordinierungsstellen für Betroffene von Gewalt in engen sozialen Beziehungen (GesB) und arbeiten nach dem  pro-aktiven Ansatz. Die Treffen des Fachkreises finden viermal jährlich statt. Wesentliche Aufgabe des Fachkreises ist die Qualitätssicherung und –weiterentwicklung der Interventionsstellenarbeit in Rheinland-Pfalz.

Gegründet wurde der Fachkreis im Jahr 2006 von den Interventionsstellen Mainz, Westerburg, Kaiserslautern, Trier und Ludwigshafen.

 

Vernetzung

Die Interventionsstelle Trier ist mit zahlreichen regionalen und überregionalen Institutionen, Netzwerken und Gremien vernetzt.

Dazu zählen:

Polizei (www.polizei.rlp.de)

Frauennotruf – ebenfalls in Trägerschaft von S.I.E. e.V.  (www.frauennotruf-trier.de)

Frauenhauses Trier (www.frauenhaus-trier.de)

Kinderschutzbund (www.kinderschutzbund-trier.de)

JugendamtTrier 

Jugendamt Trier-Saarburg

Sozialdienst katholischer Frauen Trier (Haltepunkt, Haus Maria Goretti, Beratungszentrum) (www.skf-trier.de)

Täterarbeitseinrichtungen (TAE) - Contra häusliche Gewalt Trier (www.contra-haeusliche-gewalt.de)

Migrationsdienst der Caritas Trier (www.rcvtrier.caritas.de)

Migrationsdienst der DiakonieTrier  (ekkt.ekir.de)

Fachkreis der rheinland-pfälzischen Interventionsstellen

Regionaler Runder Tisch Trier

Regionaler Runder Tisch Birkenfeld

Psychotraumanetzwerk Trier